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Meningitis –
eine Gefahr für Cochlear Implant-Träger?
Fast regelmäßig berichtet die
Schnecke über Kinder oder Erwachsene, die infolge einer Hirnhautentzündung
(Meningitis) ertaubten und mit einem CI versorgt werden konnten. In der letzten
Zeit haben Warnungen, dass das Risiko, an einer Meningitis zu erkranken, für
CI-Träger erhöht sei, eine verständliche Unruhe und Besorgnis unter den
Betroffenen ausgelöst. Der nachfolgende Artikel gibt daher eine Übersicht über
diese Erkrankung, ihre Symptome, Diagnostik und Behandlung sowie Möglichkeiten
der Vorbeugung. Die bisher bekannten Fakten zum Thema „CI und Meningitis“ werden
erläutert.
Im Juli 2002 veröffentlichte die
amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) eine offizielle Warnung bezüglich eines
möglichen Zusammenhanges zwischen Cochlea-Implantationen und dem Auftreten einer
Meningitis (6). Weltweit waren bis zu diesem Zeitpunkt 91 Meningitis-Fälle bei
CI-Trägern registriert worden, davon 52 in den USA. Kinder unter sieben Jahren
waren gehäuft betroffen. Zwei Drittel der Patienten erkrankten innerhalb des
ersten Jahres nach der Implantation.
Unter Meningitis versteht man
eine Entzündung der Hirnhäute, die das Gehirn umgeben. Zwischen der so genannten
harten und der weichen Hirnhaut befindet sich das Hirnwasser. Eine Meningitis
kann durch Viren, Bakterien und seltener durch andere Mikroorganismen
hervorgerufen werden. Für CI-Träger ist nur die durch Bakterien ausgelöste
Meningitis von besonderer Bedeutung. Grundsätzlich ist die bakterielle
Meningitis eine u.U. lebensgefährliche Erkrankung. Bei früh einsetzender,
intensiver Behandlung mit Antibiotika kann jedoch eine Ausheilung ohne
Lebensgefahr erwartet werden.
Typische Symptome einer
Meningitis sind plötzlich auftretendes Fieber, verbunden mit Kopfschmerzen,
Lichtempfindlichkeit, Erbrechen, evtl. auch Bewusstseinsstörungen. Das Auftreten
einer Nackensteife ist besonders charakteristisch für eine Meningitis, speziell
bei Kleinkindern kann diese aber auch fehlen. Warnzeichen bei Säuglingen ist
eine gespannte Fontanelle. Eine meist beidseitige Schwerhörigkeit oder Taubheit
infolge einer Schädigung der Hörschnecke stellt eine häufig zu beobachtende
Folgeerscheinung auch einer frühzeitig und korrekt behandelten Meningitis dar
(7).
(...)
Dr. med. Christiane
Koitschev
Dr. med. Annette Limberger
Cochlear Implant-Centrum
Tübingen
Univ.-HNO-Klinik Tübingen
Elfriede Aulhorn-Str. 5
72076 Tübingen
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