Der Hörsturz – Ein häufiges und oft verkanntes Krankheitsbild

Rund 25.000 Deutsche erleiden jährlich einen Hörsturz. Der Hörsturz ist eine ohne erkennbare Ursache plötzlich auftretende, in der Regel einseitige Schallempfindungsschwerhörigkeit cochleärer Genese von unterschiedlichem Schweregrad, der bis hin zur Ertaubung führen kann. Oftmals tritt auch ein Ohrgeräusch (Tinnitus) und/oder Schwindel auf. Die Ursache des Hörsturzes ist weitgehend unbekannt und es werden mehrere Pathomechanismen (Krankheitsentwicklungen), wie z.B. eine virale Genese (Entstehung durch Viren), Mikrozirkulationsstörungen (Blutzirkulation in den Blutgefäßen), immunpathologische Ursachen und Autoimmunerkrankungen diskutiert.

Es treten verschiedene Formen des Hörsturzes auf und es lassen sich folgende Typen der cochleären Schallempfindungsschwerhörigkeit unterscheiden:

         Hochton-Innenohrschwerhörigkeit

        Tiefton-Innenohrschwerhörigkeit

        Pancochleäre Innenohrschwerhörigkeit

        Mittelton-Innenohrschwerhörigkeit

        Taubheit bzw. an Taubheit grenzende Innenohrschwerhörigkeit

 Der Hörsturz ist ein Krankheitsbild, der einen medizinischen Eilfall darstellt, und ein Patient sollte sich zügig in HNO-fachärztliche Untersuchung begeben.

 

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 Priv.-Doz. Dr. med. Christoph Alexiou

Klinik und Poliklinik für HNO-Kranke

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Universitätsklinikum

Waldstr. 1

91054 Erlangen

 

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