Forschung in Sprach-Technologien hilft Menschen mit Hör- und anderen Beeinträchtigungen

 

Forschung, Sprache und Taubheit

Das VOICE-Projekt untersucht den Nutzen von Spracherkennungssystemen bei Gesprächen, Konferenzen, Fernsehsendungen und Telefonaten. Es entwickelt Prototypen von benutzerfreundlichen Schnittstellen, die eine einfachere Benutzung kommerzieller Produkte ermöglichen, indem sie Sprache in Bildschirmnachrichten übersetzen und untertiteln. Dies ist eine bedeutende Hilfe für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, indem sie die Kluft zwischen ihnen und der hörenden Welt verkleinert. Sprache ist das wichtigste, komplexeste und menschlichste Werkzeug für Kommunikation und Interaktion. Wir bilden unser gegenseitiges Verständnis und auch unser Weltverständnis auf verbale Sprache, basierend auf Interaktion und Kommunikation. Die Schwierigkeiten der Gehörlosen gehen über den eigentlichen Hörverlust hinaus und betonen ein eher generelles Problem des Kommunikationsmangels.

Die Zahl der Menschen mit Hörbeeinträchtigungen liegt zwischen 1 – 5 % der Bevölkerung (entsprechend des Grades des Hörverlustes), was Millionen von Menschen in Europa bedeutet. Außerdem betrifft ein Kommunikationsmangel, den Gehörlose erleben, in ähnlicher Weise auch benachteiligte Menschen, die in fremder Umgebung wohnen und alte Menschen. Wenn man diese Gruppen zusammen nimmt, betrifft es mehr als 30 % der Gesamtbevölkerung.

Das VOICE-Projekt

ISIS nahm sich 1996 einiger Aufgaben an, die sich mit der Integration von Spracherkennung in lokale Gespräche und Telefongespräche für hörgeschädigte Menschen beschäftigen. Ziel war die Entwicklung eines Vorführgerätes, das zur Bewusstseinsbildung und Anregung von Diskussionen über mögliche Anwendungen der Spracherkennung notwendig ist.

Ein Vorschlag: VOICE Tauben eine Stimme geben, das Potenzial von Spracherkennung und deren Möglichkeiten bewusst machen, wurde ausgewählt und 1998 startete das Projekt.

Das VOICE-Projekt hatte als Hauptanliegen die automatische Spracherkennung bei Gesprächen, Konferenzen, Fernsehsendungen und Telefonaten mit deren Übersetzungen in Bildschirmnachrichten. Das Projekt erzielte signifikante Ergebnisse und bot eine bessere Definition der Anforderungen von Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

 

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Giuliano Pirelli, Übersetzung Sylvia Kolbe

Institut für Schutz und Sicherheit des Bürgers
JRC-268, 21020 Ispra (VA), Italien, voice@jrc.it, http://voice.jrc.it
 

 

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