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Das auditorische Hirnstammimplantat
– Hilfe, wenn der Hörnerv nicht mehr
funktioniert
Grundvoraussetzung für das Hören mit Cochlear
Implant ist ein intakter Hörnerv. Bei mehr als 99 % der Patienten ist dies der
Fall. Allerdings kann eine Taubheit auch durch eine Zerstörung des Hörnerven
(sog. neurale oder Hörnerventaubheit) auftreten. Dies geschieht am häufigsten
durch Tumore (sog. Akustikusneurinome), wie sie beidseits bei einer
Neurofibromatose auftreten, oder durch einen Unfall mit Zerreißungen des Nervs.
Seltener liegt ein angeborenes Fehlen des Hörnervs vor. Bei neuraler Taubheit
kann ein CI nicht funktionieren (Abb. 1), da die elektrischen Impulse des CIs
vom Nerven nicht mehr aufgenommen und an die Hörbahn weitergegeben werden
können.
(...)
Prof. Dr. med. Th. Lenarz
Direktor der Hals-Nasen-Ohrenklinik
Dr. Minou Lenarz
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
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