CI-Kinder gehörloser Eltern

Seit September 2001 läuft am Lehrstuhl für Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München ein Forschungsprojekt zum Thema „Cochlea-implantierte Kinder gehörloser bzw. hochgradig hörgeschädigter Eltern“, das von der Stiftung für Bildung und Behindertenförderung GmbH, Stuttgart, finanziert wird.
Ausgehend von der Beobachtung, dass sich einzelne gehörlose Eltern für eine Implantation ihrer Kinder entschieden, war die Zielsetzung dieses Projekts, zunächst mehr über die Motivationen für die Implantation sowie über die Lage dieser Familien nach der Cochlea-Implantat-Versorgung ihres Kindes in Erfahrung zu bringen. In der Folge können dann unter Umständen Ähnlichkeiten oder Unterschiede mit der Situation hörender Eltern von CI-Kindern aufgezeigt werden, um abschließend auf mögliche Veränderungen im Beratungs- und Förderprozess aufmerksam zu machen, die den gehörlosen bzw. hochgradig hörgeschädigten Eltern entgegenkommen können.

Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt wurden 18 Familien zu Hause besucht, um mit ihnen problemzentrierte Interviews durchzuführen. Hierbei konnten die Eltern frei über ihre Erfahrungen, Motivationen und Eindrücke berichten, wobei thematische Schwerpunkte unter anderem in den Bereichen ‚soziales Umfeld der Familie’, eigene Hörschädigung’, ‚Entwicklungen vor und nach der Implantation’, ‚Phase der Entscheidungsfindung’ und ‚Förderung der Kinder’ gesetzt wurden.

 

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Andreas Vonier

Prof. Dr. Annette Leonhardt
Lehrstuhl für Gehoerlosen- und Schwerhoerigenpaedagogik - LMU

Leopoldstr. 13

80802 München

 

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