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Hörproblem spät erkannt! Ich bin am 9. September 1990 in Bernau/Brandenburg geboren. Meine Mutti erzählte mir, dass ich mit einer Zangengeburt zur Welt kam, und meine Geburt dauerte zehn Stunden. Ich blieb dann mit meiner Mutti eineinviertel Jahre zu Hause. Mit sechzehn Monaten kam ich dann in die Krippe in Zerpenschleuse. Das ist auch das Dorf, in dem ich mit meinen Eltern wohne. Meine Eltern bauten in dieser Zeit ein älteres Haus aus, wobei es beim Bauen ständig laute Geräusche gab. Sie wunderten sich, dass ich immer tief und fest geschlafen habe und nicht wach wurde. Wenn sie mit den Türen knallten, habe ich einen Schreck bekommen. Von einem Schlüsselerlebnis erzählte mein Vati: Ich war mit unserem Hund zum Waldrand spazieren gegangen. Mein Vater pfiff uns hinterher, aber nur der Hund kam zurück. Da ich das Pfeifen nicht hörte, lief ich einfach weiter. Als ich merkte, dass unser Hund zurück gelaufen war, drehte ich mich um und lief ihm hinterher. Wir sind dann zu einer HNO-Ärztin gegangen. Sie testete mit einer Glocke hinter meinem Rücken mein Hörvermögen. Da ich damals ein neugieriges Kind war, konnte ich die Glocke immer sehen, als sie bimmelte. Das merkte aber die HNO-Ärztin nicht. Am Ende der Untersuchung sagte sie zu meiner Mutter, dass ich sehr gut hören kann. Nachdem die HNO-Ärztin nicht mehr weiter wusste, gab sie uns eine Adresse von dem HNO-Arzt und Audiologen Dr. Berndt. Bei der Untersuchung durch eine BERA kam heraus, dass ich beidseitig hochgradig hörgeschädigt bin. Ich bekam dann mit ca. dreieinhalb Jahren meine ersten beiden Hörgeräte bei der Firma Weege in Bernau. Ich musste mich erst an alle Geräusche gewöhnen. Auf ein Flugzeuggeräusch reagierte ich z.B. ängstlich. Ich musste fast alle Geräusche neu kennen lernen. Da ich bestimmte Laute nicht aussprechen konnte, haben wir immer in der Badewanne das „r“ vom Frosch geübt. Meine Mutti hat mit mir besonders in der Zeit viel gesprochen, da ich viele Wörter nur vom Mund abgesehen habe.
(...) Sarah Preuß Lindenstr. 10 16348 Zerpenschleuse
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