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Noch einmal die Schulbank drücken mit CI Zweitstudium und Neuanfang im Beruf trotz CI? Die Frage stellte sich für mich so eigentlich nie. Vielmehr war mein Blickwinkel immer „Studium und Beruf dank CI!“ Als ich 1996 ganz plötzlich ertaubte, verlor ich nicht nur mein Gehör, sondern auch meine Arbeitsstelle als Schlussredakteurin in einem Zeitschriftenverlag. Nach zwei Jahren Taubheit entschloss ich mich zur CI-Implantation und hatte das Glück, mit dem CI von Anfang an relativ gut klarzukommen. Trotzdem – ein Spaziergang war es nicht, als ich mich 1998 nach wenigen Monaten Hören mit CI dazu entschloss, bei den Behörden vorstellig zu werden, um neue berufliche Perspektiven für mich aufzutun. In den zwei Jahren meiner Taubheit hatte ich nicht die Hände in den Schoß gelegt – ich machte von zu Hause aus freiberuflich Übersetzungsarbeiten für verschiedene Firmen und Verlage. E-Mail und Faxgerät waren dabei unerlässliche technische Hilfen: Ich musste nicht hören, um arbeiten zu können. Aber die Kehrseite der Medaille war, dass mir bei dieser Art von Tätigkeit völlig die menschlichen Kontakte fehlten: Da gab es keinen Austausch mit Kollegen, keine Anregungen, keine Arbeit im Team, keine Pausenplaudereien. Ich fühlte mich zwar in meinem häuslichen Büro geschützt und gewann wieder an Selbstsicherheit durch die Tätigkeit und durch die Tatsache, wieder zum Familieneinkommen beitragen zu können, aber ich fühlte mich gleichzeitig doch sehr isoliert. Als ich dank CI wieder hören konnte, wollte ich auch meine berufliche Situation ändern. Ich wollte wieder ins „richtige“ Berufsleben zurück – nach „draußen“, unter Leute! Nur war mir der bei Krankheitsbeginn ausgeübte Job als Schlussredakteurin ja inzwischen gekündigt worden und eine Rückkehr in meinen ursprünglich erlernten Beruf als Gymnasiallehrerin (auch noch ausgerechnet in sprachlichen Fächern!) schien mir auch mit CI völlig unmöglich. Also kam wohl nur ein völliger Neuanfang in einem anderen Bereich und damit eine Umschulung in Frage! Doch würde ich mit meiner angeknacksten Gesundheit, mit meiner Hörschädigung und in meinem fortgeschrittenen Lebensalter (ich ging zu diesem Zeitpunkt immerhin schon stramm auf die Vierzig zu!) einem solch ehrgeizigen Unterfangen überhaupt gewachsen sein? (...)
Elke
Knausenberger Den vollständigen Text übermitteln wir Ihnen auf Anfrage! Die Redaktion Schnecke ... und weitere interessante Artikel lesen Sie bitte in der aktuellen Ausgabe, zu bestellen bei der Redaktion! |