Erfahrungen mit Hörgeräten

Ich bin 61 Jahre alt und seit meiner frühen Kindheit schwerhörig. Auf meinem rechten Ohr bin ich zu 70 % und auf dem linken zu 65 % hörbehindert. Seit etwa achtzehn Jahren trage ich Hörgeräte, jedoch meistens nur rechts, weil ich mit zwei Geräten das starke Empfinden habe, unter einer Käseglocke gefangen zu sein: Ich höre dann alles sehr laut, verstehe aber schlechter als nur mit einem. Bis vor achtzehn Jahren konnte ich Lautsprache noch ganz gut verstehen, aber dann ließ meine Hörfähigkeit so dramatisch nach, dass ich mich ohne Geräte nicht mehr ausreichend verständigen konnte.

Vor etwa anderthalb Jahren bekam ich wieder ein neues Hörgerät verschrieben. Ich beschloss, mich erst dann dafür zu entscheiden, wenn es wirklich besser ist als mein bisheriges, weil ich oft genug bei meinen Leidensgenossen erlebte, dass neue Geräte in der Schublade landen. Patienten fühlen sich öfter von den Hörakustikern gedrängt, sich endlich zu entscheiden, wenn sie mehrere Geräte ausprobiert haben, und dann kaufen sie mitunter eines, mit dem sie nicht zurechtkommen und sind enttäuscht, weil sie dann so schlecht verstehen. Bei dem Akustiker, den mir meine HNO-Ärztin empfahl, probierte ich zwölf verschiedene Geräte aus. Bei manchen war der Straßenlärm so entsetzlich laut, dass ich es nicht aushielt. Bei anderen gab es keine Telefonspule, die ich aber unbedingt brauche oder sie war nicht gut. Ein Gerät brummte in der U-Bahn so laut wie ein Hubschrauber, nach zwölf Fehlversuchen brachen wir mit beiderseitigem Einverständnis die Versorgung ab.

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Theresa Fink

Adenauerring 14

81737 München

 

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