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Forschungspräsentation:
„Cochlea-implantierte Kinder Am Freitag, dem 16. Juli 2004, präsentierte der Lehrstuhl für Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik der LMU München die Ergebnisse eines Forschungsprojektes, das von September 2001 bis August 2004 lief. Das Projekt beschäftigte sich mit der Frage, welche Motivationen gehörlose Eltern für eine CI-Versorgung ihrer Kinder haben, obwohl die CI-Versorgung prälingual gehörloser Kleinkinder innerhalb der Gehörlosengemeinschaften meist äußerst kritisch gesehen wird. Die Leitung des Projektes hatte Frau Professor Dr. Annette Leonhardt inne, als Projektassistent führte Andreas Vonier das Projekt durch. Es wurde von der Stiftung für Bildung und Behindertenförderung GmbH, Stuttgart, finanziell unterstützt. Im Rahmen dieser Studie wurden 18 gehörlose Familien mit 22 CI-Kindern in Deutschland, Österreich und der Schweiz besucht und mit ihnen über ihre Erfahrungen mit dem CI Gespräche geführt. Zu Beginn dieser Forschungsarbeit waren ca. 40 Familien bekannt. Inzwischen ist die Zahl der gehörlosen Eltern, die sich für ein CI bei ihren Kindern entschieden haben, auf etwa 65 in Deutschland, Österreich und der Schweiz angewachsen. Die Kinder wurden im Alter zwischen achteinhalb Monaten und achteinhalb Jahren mit dem CI versorgt und beim Interview betrug das Alter zwischen einem Jahr und acht Monaten sowie fünfzehn Jahren und zehn Monaten. Zu der Frage, warum sich die Eltern für ein CI bei ihrem Kind entschieden haben, wurden einige Hauptmotive präsentiert. Demnach entschieden sich die Eltern vor allem aus dem Grund für das CI, da sie davon ausgehen, dass das CI und die damit mögliche Steigerung der Hörfähigkeit ihren Kindern neue Chancen für ihr Leben eröffnen wird. Hierbei wurde aufgezeigt, dass die Eltern mit der CI-Versorgung weniger eine Steigerung von „Lebensqualität“ oder „Lebensglück“ verstehen, sondern vielmehr einen Zugewinn von „Lebenschancen“. Die Eltern kennen aus ihrer eigenen Erfahrung, dass sie durch die Gehörlosigkeit häufig an Grenzen stoßen, und hoffen, dass sie für ihre Kinder diese Grenzen, wenn nicht aufheben, dann doch verschieben können. (...)
Gabriele Thierbach Seestr. 74 CH-6442 Gersau
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