Dieses Seminar wurde gefördert durch den Kinder- und Jugendplan des Bundes:

1. Segeltoern der DCIG auf dem Ijsselmeer

Was gibt es Schöneres, als bei heißen Temperaturen mit einem kalten Getränk entspannt am Swimmingpool zu liegen und herumzudösen? Natürlich ein kleiner Segeltörn, organisiert von der DCIG vom 1. bis 6. August 2004, bei dem fünfzehn Jugendliche, hörgeschädigt oder hörend, und die beiden Betreuer viel Spaß bei sonnigem Wetter, etwas Wind und viel Action hatten.

Am Anreisetag sind wir in aller Frühe per Zug in Richtung Amsterdam gefahren, wo wir uns nach kurzer Orientierung in dem chaotischen Bahnhof in die Arme fielen. Uns erwartete eine schwül-heiße Stadt, doch das tat unserem Entdeckungsdrang keinen Abbruch, und so liefen wir mit der ganzen Gruppe in die City hinein. Wir kamen am Königspalast, an der Westerkirche und am Anne-Frank-Haus vorbei, außerdem wurden ein fahrendes Holzauto, ein Coffee-Shop – hier gibt es keinen Kaffee! – und viele Kähne und Kanäle gesehen.

Langsam war es Zeit, unser Schiff zu entern, und so machten wir uns per Bus und Fuß auf zum Hafen Monnickendam, was bei der Hitze und dem vielen Gepäck etwas schweißtreibend war. Doch wir wurden belohnt mit einem Blick in den Hafen mit seinen alten Schiffen. Bald erschienen dann auch die Skipperin Ruth und der Eigner Herr Cees, die uns die nächsten Tage sicher über das Wasser chauffieren würden. Nun hieß es, sich in den engen Kabinen zu arrangieren und schon war die erste Portion Spaghetti redlich verdient. Während draußen nun die Kühle angenehm zu genießen war, war es unter Deck noch sehr warm, was auch auf den Startschuss für das Kartenspiel mit Namen Skip-Bo zurückzuführen war.

Der erste Tag: Heute war unser erster Segeltag und der Blick aus der Luke um halb sieben verriet, dass es sehr warm und sonnig würde. Doch bevor es los ging, wurden die georderten Lebensmittel verstaut und ausgiebig gefrühstückt. Mit eingecremtem Körper und Kurs Nord bei etwas Wind legten wir ab, um die berühmte Seefahrerstadt Hoorn daher auch der Name "Kap Hoorn" anzusteuern. Nun hieß es, den Großbaum und das Großsegel hochzukurbeln, das Focksegel hochzuziehen und das Klüversegel ganz vorn an der Spitze zu setzen. Dazu musste ein Mutiger mit Schwimmweste vorne in das Klüvernetz steigen. Außerdem mussten die Backstaken – sie ziehen den Mast nach hinten – unter Zug gesetzt und die Seitenschwerter runtergelassen werden. Auf See mussten wir ein paar Wenden fahren und dabei wieder mit anpacken. Unterwegs genossen wir es, selber zu steuern oder einfach in der Sonne zu faulenzen. Hoorn war früher Sitz der ostindischen Handelskompanie und in der Stadt entdeckt man alte Patrizierhäuser. Im Hafen angekommen, gingen einige von uns schwimmen, andere erkundeten die Stadt (wo sind die Duschen und der Supermarkt?), um noch Kartoffeln und Rührei für das heutige Abendessen zu ergänzen.

 

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Tilla Jurkowski

Niederhofener Str. 12

74080 Heilbronn

und

George Kulenkampff

Strehlowweg 28

22605 Hamburg

 

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