|
|
Prävalenzraten Hörstörungen bei Kindern Zitat aus
der Einleitung meiner Examensarbeit: In diesem Zusammenhang ist bedeutsam, dass es in Deutschland zur Früherkennung angeborener Hörstörungen bislang keine flächendeckende einheitliche Vorsorgeuntersuchung gibt, obwohl Inzidenzraten von 1 bis 2 auf 1.000 bei ‘Nicht-Risiko-Neugeborenen’ und 15 bis 20 auf 1.000 ‘Neugeborenen mit Risikofaktoren für eine Schwerhörigkeit’ angegeben werden. Im Vergleich dazu wird der Guthrietest (Screening-Untersuchung auf verschiedene Stoffwechselerkrankungen am 5. Lebenstag des Neugeborenen durch Bluttest) in der U2 generell bei allen Neugeborenen durchgeführt. Hier konnte ein Screening-Verfahren für die Stoffwechselstörung Phenylketonurie (Inzidenzrate von 1 auf 8.000 bis 10.000 Lebendgeborenen) und Hyperthyreose [Überfunktion der Schilddrüse] (Inzidenzrate von 1 auf 4.000 Lebendgeborenen) bundesweit etabliert werden (Klinke 2002; Hildmann 2002). Aus dem Zentralregister Berlin http://www.medizin.fu-berlin.de/audio/indexdeu.html (abgerufen am 5.1.2006) Wie viele hörgestörte Kinder gibt es in Deutschland? In Deutschland sind ca. 500.000 Kinder hörgestört, davon schätzungsweise 80.000 so hochgradig, dass sie spezielle Sonderschulen besuchen müssen. Bei manchen Kindern tritt die Hörstörung im Rahmen eines komplexen Krankheitsbildes oder Syndroms mit vielen ganz unterschiedlichen, zusätzlichen (assoziierten) Krankheitszeichen auf. Aus
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=14943 (abgerufen am
5.1.2006) Aus
http://www.egms.de/en/meetings/dgpp2003/03dgpp085.shtml (abgerufen am
5.1.2006) 2003 gab es in Deutschland 706.721 Geburten, bei der Angabe von 1,2 auf 1.000 ergab das ca. 850 Neugeborene mit Hörstörungen. Diese Zahl wird auch von den NHS-Zentren, die schon recht gut funktionieren, bestätigt. Gut funktionieren heißt aber auch, dass es eine Verlustrate von 30 bis 50 % der auffällig getesteten Kinder gibt. Diese werden also nicht direkt nach der Geburt erfasst (!), das heißt, die Zahlen sind somit auch nicht korrekt. Es gibt noch kein NHS-Modell in Deutschland, wo es zur Erfassung der von der IKKNHS geforderten 95 % kommt. Zusätzlich gibt es die Zahl, dass 4 bis 6 % der Neugeborenen Risikokinder sind mit erhöhter Prävalenz für Hörstörungen. Diese müssten grundsätzlich in der Rate von 1,2 enthalten sein. Das geht aber schlecht, denn diese Zahl ist fast so groß wie die schon oben erwähnte. Und was ist nun richtig?
Ute Jung
... und weitere interessante Artikel lesen Sie bitte in der aktuellen Ausgabe, zu bestellen bei der Redaktion!
|
|
|
|