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Bilaterale CI-Versorgung mit sieben Monaten Die Diagnose traf uns wie
ein Blitz aus heiterem Himmel: Am 3. September 2002 wurde unsere Tochter Lola als zweites Kind geboren. Unser Sohn Moritz hört, und auch in der gesamten Familie gab es keine Hinweise auf eine Erblichkeit dieser Hörstörung. Auch Schwangerschaft und Geburt verliefen völlig unauffällig. Umso verständlicher erscheint es, dass ich die im Krankenhaus angebotene Neugeborenenuntersuchung auf normale Hörfähigkeit als unnötig empfunden und deshalb nicht in Anspruch genommen habe. Unserem sehr gewissenhaften Kinderarzt ist es letztlich zu verdanken, dass wir so früh von Lolas Hörstörung erfuhren. In seiner Praxis wird routinemäßig jedes Neugeborene mit dem OAE-Test untersucht. Dieser Test ist jedoch recht störanfällig, sodass er oftmals auch bei hörenden Kindern wiederholt werden muss. Wir waren nach dem ersten fehlgeschlagenen Testergebnis sehr beunruhigt, wollten eine Hörstörung bei unserem Kind einfach nicht wahrhaben. Wir hielten uns jedoch auf Anraten des Kinderarztes mit ‘häuslichen Hörprüfungen’ (Töpfe klappern, Tür zuschlagen, Rufen etc.) zurück. Diese bringen letztlich gar nichts, weil man sich alles Mögliche an Kindsreaktion einbildet und sehen möchte und sich dann in einer scheinbaren Sicherheit wiegt. (...)
Dr. Ursula Tanzella und Priv.-Doz. Dr. Björn Dirk Krapohl Geschwister-Scholl-Straße 5 10117 Berlin
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