Bei Patienten, deren Hörleistung immer weiter nachlässt, stellt sich die Frage, zu welchem Zeitpunkt idealerweise eine Cochlea Implantation erfolgen sollte. Für die richtige Entscheidung ist eine Vielzahl von Informationen notwendig. Sicherlich kann die Indikation nicht allein aufgrund einer Untersuchung, z.B. anhand des Einsilberverstehens in Ruhe, entschieden werden. Von großer Bedeutung sind auch das Sprachverstehen in ungünstigeren Hörsituationen, die individuelle Krankheitsgeschichte, die auch eine Prognose der Entwicklung der Hörstörung zulässt, die nonverbalen Kommunikationsmöglichkeiten des Patienten, aber auch seine individuellen Hörbedürfnisse. Durch die ermutigenden Erfahrungen mit Patienten, die durch die Operation sehr befriedigend hör-rehabilitiert werden konnten, hat sich in den letzten Jahren auch die Indikation geändert.

CI-Versorgung bei progredienter Schwerhörigkeit
Deswegen luden wir Hörgeräteakustiker – also die Berufsgruppe, die in ihrem Alltag täglich mit Patienten mit z.T. sehr ausgeprägten Hörstörungen konfrontiert wird – zu einer Informationsveranstaltung zu diesem Thema ein. Dass etwa hundert Hörgeräteakustiker unserer Einladung folgten, bewies, dass ein großes Informationsbedürfnis bestand.

Nach der Begrüßung und Einführung schilderte Ute Jung, bilateral CI-versorgte Patientin und Vizepräsidentin der DCIG, ihre eigene Hörgeschichte und ihre jetzige Hörfähigkeit. Gerade in der anschließenden Diskussion wurde den anwesenden Hörgeräteakustikern deutlich, wie gut die auditive Rehabilitation mit CIs gelingen kann.

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Prof. Dr. Annerose Keilmann

Klinik für HNO und Kommunikationsstörungen

Langenbeckstr. 1

55101 Mainz

 

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