„Für erwachsene, von Geburt an gehörlose Menschen wird ein CI grundsätzlich nicht in Betracht gezogen, weil diese Menschen nicht die Möglichkeit hatten, ein Hörzentrum im Gehirn bilden zu können, sie können daher kaum vom CI profitieren.“ Zu dieser Personengruppe könnte man mich rein theoretisch zählen. Im Jahr 2001 erhielt ich dennoch ein CI. Mittlerweile trage ich es seit genau 5 Jahren und möchte dies als Anlass nehmen, über meinen Weg zum CI und über meine Erfahrungen mit dem CI zu berichten.

Hören lernen mit CI – ein Hochleistungssport?

Schon sehr früh, als ich kaum einen Monat alt war, – es war im Jahr 1964 – fiel meiner Mutter auf, dass mit meinem Gehör eventuell etwas nicht stimmen könnte. Bei einem unheimlich lauten Türknallen, von einem Luftzug verursacht, war sie schon darauf gefasst, einen schreienden Säugling beruhigen zu müssen stattdessen schlief ich selig und entspannt in meinem Körbchen weiter. Der Verdacht der Hörschädigung bestärkte sich im Laufe der nächsten Wochen noch mehr und wurde schließlich vom Arzt bestätigt. Ernüchternd waren auch die Aussagen des Arztes, indem er sagte, dass dieses Kind nie sprechen lernen würde, es würde später in eine Gehörlosenschule kommen, Gebärdensprache lernen und man könne froh sein, wenn es später ganz einfache Sätze verstehen würde.

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Aline Karon

Schenkenstr. 31

74544 Michelbach

aline.karon@vr-web.de

 

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