Prävalenzraten Hörstörungen bei Kindern

Zitat aus der Einleitung meiner Examensarbeit:
‘Im Laufe eines Jahres werden in Deutschland zwischen 1.800 und 2.400 Kinder mit beidseitigem Hörschaden geboren (Rampe 2004). Angeborene Hörstörungen treten häufiger auf als alle anderen angeborenen Erkrankungen zusammen (Strategiepapier Joint Committee [JC] »Frühkindliches Hören« 2003). Die Häufigkeit von kindlichen Hörstörungen ist hoch (Hildmann 2002).’

In diesem Zusammenhang ist bedeutsam, dass es in Deutschland zur Früherkennung angeborener Hörstörungen bislang keine flächendeckende einheitliche Vorsorgeuntersuchung gibt, obwohl Inzidenzraten von 1 bis 2 auf 1.000 bei ‘Nicht-Risiko-Neugeborenen’ und 15 bis 20 auf 1.000 ‘Neugeborenen mit Risikofaktoren für eine Schwerhörigkeit’ angegeben werden. Im Vergleich dazu wird der Guthrietest (Screening-Untersuchung auf verschiedene Stoffwechselerkrankungen am 5. Lebenstag des Neugeborenen durch Bluttest) in der U2 generell bei allen Neugeborenen durchgeführt. Hier konnte ein Screening-Verfahren für die Stoffwechselstörung Phenylketonurie (Inzidenzrate von 1 auf 8.000 bis 10.000 Lebendgeborenen) und Hyperthyreose [Überfunktion der Schilddrüse] (Inzidenzrate von 1 auf 4.000 Lebendgeborenen) bundesweit etabliert werden (Klinke 2002; Hildmann 2002).

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Ute Jung
Wilhelmstr. 45
56584 Anhausen

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