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Diagnose und Elternverantwortung
Die Erlebnisse seit der Diagnose ‘hochgradige
Innenohrschwerhörigkeit beidseits’ bei unserem damals knapp zwei Jahre alten
Sohn waren für uns als Eltern und auch als Mediziner sehr ernüchternd und
aufrührend. Mir erscheint der Austausch mit Betroffenen als einzig reales
Bindeglied zwischen den – nach unserer Erfahrung – nicht effektiv zusammen
arbeitenden Disziplinen, angefangen bei der Diagnostik über die
Versorgung/Therapie bis hin zur Förderung der hörgeschädigten Kinder.
Warum vergeht vom Verdacht der Hörschädigung bis zur Diagnostik immer noch ein
Jahr, obwohl gute objektive Diagnostik möglich ist und auch bekannt ist, dass
für die Ausbildung von Sprache und damit weiteren kognitiven Fähigkeiten die
ersten drei bis vier Jahre unaufholbar wichtig sind?
Wenn denn nun die Diagnose steht, ergibt sich das nächste Problem:
Warum hat man den Eindruck, dass es gerade bei der CI-Versorgung mehr um
‘Wirtschaftlichkeit’ geht als um die Zukunft des Kindes? Und das, obwohl
Kostenrechnungen eindeutig belegen, dass das CI und seine Folgekosten in keinem
Verhältnis zu den Kosten stehen, die ohne entsprechende Maßnahmen anfallen. Aber
es geht um verschiedene Töpfe und jeder schaut mal wieder nur in seinen
eigenen?!
(...)
In diesem Sinne sehe ich der SHG-Arbeit neugierig und erwartungsvoll entgegen
und würde mich freuen, wenn sich weitere Hörgeschädigte und viele Interessierte
in unserer Gruppe melden.
CI-Selbsthilfegruppe für Kinder und Eltern am Mittelrhein
Ute Steinhauer
Am Mühlbach 11
56626 Andernach
Tel. 02632/953956
Fax 02632/953957
E-Mail: fackelstein@t-online.de
... und weiter lesen Sie bitte in der aktuellen
Ausgabe, zu bestellen bei der Redaktion!
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