Meine akustische Wiedergeburt

Dass ich schlechter hörte, merkte ich zum ersten Mal 1992. Im Herbst 1994 bekam ich mein erstes Hörgerät. Im Alltag kam ich recht gut zurecht. 1996 verschlechterte sich die Lage extrem. Nach der Uniklinik Marburg und der Deutschen Klinik für Diagnostik in Wiesbaden wurde ich in der Uniklinik Tübingen untersucht und stationär mit Verdacht auf eine Autoimmunkrankheit behandelt. Hier wurde ich von den Ärzten auf ein Cochlea Implantat angesprochen. Inzwischen hatte ich zwei neue Hörgeräte, mit denen ich drei Jahre gut zurecht kam. Mit meinem Gehör ging es die nächsten Jahre bergauf und bergab, immer wieder neue Hörgeräte. Auf der Arbeit bekam ich mehr Probleme mit der Verständigung, Telefonieren ging kaum noch, später gar nicht mehr.
Dadurch kamen auch noch psychische Probleme hinzu, die wiederum auf mein Restgehör schlugen. Im Herbst 2004 hatte ich zwei Nervenzusammenbrüche und war am Tiefpunkt angelangt, außerdem war ich an Taubheit grenzend schwerhörig. Dank Familie und Freunden fing ich mich wieder.

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Michael Stötzel
Bergstr. 6
57271 Hilchenbach

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