Der EAMFR-Test: Untersuchung der Hörnervenfunktion ohne Risiken und Nebenwirkungen?!

Eine Grundvoraussetzung für das Hören mit einem Cochlea Implantat ist die Funktionstüchtigkeit von Hörnerv und Hörbahn. Die elektrische Stimulierbarkeit des Hörnervs sowie die intakte Reizweiterleitung und -verarbeitung durch die nachgeschalteten Strukturen der Hörbahn muss also vor einer geplanten CI-Operation aufgrund der Voruntersuchung angenommen werden können. Um die Erfolgsaussichten einer CI-Versorgung hinsichtlich dieser elektrophysiologischen Grundvoraussetzungen einschätzen zu können, haben sich unterschiedliche diagnostische Methoden etabliert. Beim klassischen Promontoriumstest wird eine Elektrode durch das Trommelfell gestochen und direkt auf das Promontorium gesetzt. Über die Elektrode werden geringe Ströme im µA-Bereich appliziert, der Patient wird nach seinen Wahrnehmungen befragt. Ähnlich wie bei der Tonschwellenaudiometrie gibt er die Schwelle der wahrgenommenen Tonempfindung an.

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Priv.-Doz. Dr. Heidi Olze
Leitung der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik Campus Virchow-Klinikum
Charité-Universitätsmedizin Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

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