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Gesangsübungen nach 57 Jahren Taubheit Ich bin Musiklehrerin an einer Waldorfschule und hatte eine absolut konventionelle musikalische und gesangliche Ausbildung, habe mich aber auch immer für besondere Klänge, Avantgarde, Therapie usw. interessiert und mich dafür offen gehalten. Vor ungefähr einem halben Jahr wurde ich von meinem Nachbarn Dieter Grotepaß gefragt, ob ich ihm beim Singen helfen könne. Da ich Musikerin bin und auch schon mal im Garten singe, ist es soweit nichts Ungewöhnliches. Aber mein Nachbar, der heute 67 Jahre alt ist, war seit dem zehnten Lebensjahr taub und ist erst seit knapp zwanzig Jahren durch ein CI wieder in der Lage, etwas zu hören. Er hatte bereits einen langen Weg in das Sprachverstehen mit diesem neuen Hören absolviert. Sein Wunsch war es, wenigstens den Versuch zu machen, auch Musik wieder hören zu lernen. Er war trotzdem in dieser Hinsicht zunächst sehr pessimistisch. Was eine jahrzehntelange völlige Taubheit bedeutet, kann sich der Normalhörende wahrscheinlich gar nicht vorstellen. Und auch ich beginne erst nach und nach zu ahnen, wie komplex das Thema ‘Hören’ in Wirklichkeit ist. (...) Annette Roggon Den vollständigen Text übermitteln wir Ihnen auf Anfrage! Die Redaktion Schnecke
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