Bilaterale CI-Versorgung

Kurzer historischer Überblick
Erste Ergebnisse Anfang der 90er-Jahre in Australien mit einem bilateral implantierten Patienten waren nicht sehr ermutigend (3, 4). Zwar konnte schon damals mit beiden Implantaten eine Fusion des Höreindruckes erzielt werden, aber es ergaben sich keine relevanten Verbesserungen im Sprachverständnis (3). Der Ansatz, das Hörvermögen durch binaurale CI-Versorgung zu verbessern, wurde nach diesen nicht ermutigenden Ergebnissen von der australischen Arbeitsgruppe zunächst nicht weiter verfolgt.

1996 gelang es der Würzburger Arbeitsgruppe dann weltweit erstmals bei einem bilateral versorgten Patienten bereits vier Wochen nach der Erstanpassung eine signifikante Verbesserung des Sprachverständnisses in Ruhe und im Rauschen zu erreichen sowie die Fähigkeit zum Richtungshören wieder herzustellen (5).

Nachdem sich die ersten Ergebnisse bei Erwachsenen bestätigten, werden seit 1998 folgerichtig Kinder binaural versorgt. Die schon früh überzeugenden Ergebnisse wurden in der Hoffnung, diese nachhaltigen Verbesserungen auch Kindern in größerer Zahl zuteil werden zu lassen, bereits 1999 als angemeldete Diskussionsbemerkung einer breiten wissenschaftlichen Öffentlichkeit dargelegt (6).

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Priv. Doz. Dr. med. Joachim Müller
Schwerpunkt CI und Hörprothetik
Internationales Referenzzentrum (Leiter PD Dr. Joachim Müller)
Klinik und Poliklinik für HNO der Universität
Josef-Schneider-Str. 11
97080 Würzburg

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