Perspektive Hören lernen – zum aktuellen Stand der Pädaudiologie

Angeborene Schwerhörigkeiten treten bei ein bis zwei pro 1.000 Geburten auf und sollen nach aktuellem Stand bis spätestens zum dritten Lebensmonat diagnostiziert sein [1,2]. Diese generell noch längst nicht realisierte Zielsetzung wäre jedoch nach allen bisherigen regionalen Modell-Erfahrungen [3-5] auf sogar hohem Qualitätsniveau [6] erreichbar über ein Neugeborenen-Hörscreening (NHS). Auch erste Daten des Zentralregisters für kindliche Hörstörungen (DZH) [7] belegen diesen positiven Trend zur Vorverlagerung des Diagnostikalters um bundesweit durchschnittlich mindestens sechs Monate, obwohl ein universelles NHS noch gar nicht existiert. Das bereits am 3. Mai 2004 beantragte und am 1. Februar 2005 offiziell beschlossene Zulassungsverfahren über den Gemeinsamen Bundesausschuss ist immer noch nicht positiv entschieden. Dabei erachten Fachleute wie Eltern dies einhellig für notwendig, zumal permanente Hörstörungen etwa doppelt so häufig sind wie alle anderen, mittels Screening entdeckten Schädigungen des Neugeborenenalters zusammen. Die geschätzten Gesamtkosten inkl. der geforderten Qualitätssicherung von ca. € 30/Kind stehen in keiner Relation zu den Folgekosten einer späten und zu späten Hördiagnostik.

Dr. Karin A. Wenke, Prof. Dr. E. Kruse
Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie
Universitätsmedizin Göttingen
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen

Marlis Spormann-Lagodzinski, Prof. Dr. M. Gross
Deutsches Zentralregister für kindliche Hörstörungen
Klinik für Audiologie und Phoniatrie
Charité-Universitätsmedizin Berlin
Fabeckstr. 60-62
14195 Berlin 

Den vollständigen Text übermitteln wir Ihnen auf Anfrage! Die Redaktion Schnecke

 

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