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Schule, Studium und Beruf mit Schwerhörigkeit – Voraussetzungen und eigene Anstrengungen
„Ich habe Sie nicht verstanden, ich bin schwerhörig.
Könnten Sie bitte noch einmal wiederholen?“ – ein Satz, der mich täglich, auch
in meinem Beruf als Hörgeschädigtenpädagogin, begleitet und inzwischen für mich
schon fast zum Automatismus geworden ist. Der Satz ist eine immer wieder zu
formulierende Erklärung, mit der ich mich an meine Kommunikationspartner richte
und mit der ich freundlich darum bitte, sich auf meine eingeschränkte
Kommunikationsfähigkeit einstellen zu wollen. Meine Bitte ist somit auch
gleichzeitig eine Aufforderung zu Empathie und Kooperationsbereitschaft, das
Gespräch mit mir etwas anders zu führen als es üblich ist und anders als die
meisten gut Hörenden es gewohnt sind. In besonderen Situationen bitte ich auch
immer wieder darum, mir mit Zusatztechnik zu einem besseren Hören und Verstehen
zu verhelfen – anstrengend für beide Seiten – aber notwendig, wenn Kommunikation
zwischen schwerhörigen Menschen und gut Hörenden gelingen soll. Mit all diesen
Forderungen und Wünschen habe ich mich dann unweigerlich schon mehrfach in den
Mittelpunkt eines Gesprächs gestellt und mich mit meiner Beeinträchtigung so
deutlich geoutet, dass ich nicht zu übersehen bin. Meine Sonderstellung ist
vorbereitet.
(...)
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