Schwimmen mit CI

Alljährlich zu Beginn der Badesaison diskutieren die Eltern CI-versorgter Kinder im CIC Schleswig-Kiel darüber, wie die externen Teile des CI-Systems am Strand und in der Badeanstalt am besten vor Sand und Salzwasser zu schützen sind und auch darüber, was zu tun ist, wenn das CI-System trotz aller Vorsicht doch einmal ins Wasser gefallen ist. Für die älteren Taschenprozessoren (SP) gibt es Plastikboxen, die einigermaßen gut vor Verschmutzung und Spritzwasser schützen, aber Mikrofon und Spule sind weiterhin gefährdet. Auch die neuen, z.T. spritzwassergeschützten SPs sind für das Schwimmen nicht geeignet.

So hören wir dann immer wieder den sehnlichen Wunsch nach einem vollimplantierbaren CI-System, mit dem der Träger bedenkenlos schwimmen und alle anderen Arten von Wassersport betreiben kann. Das Dilemma, einerseits Freizeit am und auf dem Wasser verbringen und andererseits das kostbare CI-System schützen zu wollen, lösen von unseren CI-Patienten leider viele, indem sie auf Aktivitäten wie Segeln, Schwimmen, Kanufahren usw. vollständig verzichten. Schließlich ist das Risiko, dabei den vielleicht soeben von der Krankenkasse bewilligten HdO-SP versehentlich im Meer zu versenken, einfach zu groß. Abgesehen von der schrecklichen Vorstellung, nach dem Verlust des teuren Gerätes womöglich tagelang nichts mehr hören zu können.

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Dipl.-Phys. Thomas Kortmann
CIC-Schleswig-Kiel
Arnold-Heller-Str. 14
24105 Kiel

 

 

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