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Soziale Arbeit am Cochlear Implant Centrum ‘W. Hirte’ Im Cochlear Implant Centrum ‘Wilhelm Hirte’ in Hannover werden wöchentlich rund vierzig Kinder mit CI betreut, wobei die Aufenthaltsdauer variiert. Diese Kinder entstammen dem Bevölkerungsquerschnitt, d.h. sie repräsentieren die unterschiedlichen Bedingungen, unter denen Kinder in Deutschland aufwachsen. Da alle diese Kinder zumindest hörgeschädigt sind, oft auch weitere Entwicklungseinschränkungen oder Zusatzbehinderungen aufweisen, liegt die Belastung der Familien dieser Kinder weit über der im Bevölkerungsdurchschnitt. Zudem werden die Kinder immer jünger, die wir hier zur Erstanpassung und Nachsorge kennenlernen. Dank des Neugeborenen-Hörscreenings früh erkannt und idealerweise früh apparativ versorgt, stecken manche Eltern noch im Diagnosetaumel und hatten weder die Zeit, Gelegenheit noch notwendige Informationen, um sich über Frühförderung, Behindertenausweis, Nachteils-ausgleiche, Pflegegeld etc. Gedanken zu machen. Die notwendigen Formulare sind meist nicht bürgerfreundlich auszufüllen, Sozialgesetzbücher schwer zu verstehen. Zumal wir uns in verschiedenen Sozialgesetzbüchern bewegen: dem SGB V (zur gesetzlichen Krankenversicherung) ebenso wie SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe) und SGB IX (Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen). Zuweilen wird man von einem SGB in das andere quer verwiesen, was zwar bedeutet, dass gleiche Regeln in unterschiedlichen Themenfeldern angewendet werden – aber das herauszufinden, ist nicht einfach. (...) Dr. Barbara Eßer-Leyding
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