Bedeutung der MRT und CT-Untersuchung bei der CI-Voruntersuchung bei Kindern

Zur Indikationsstellung für eine Cochlea-Implantation bei Kindern ist eine ausführliche Diagnostik notwendig, um eine frühzeitige Implantation bei entsprechender Eignung oder aber eine alternative Versorgung z.B. mit einem Hörgerät zu gewährleisten. Ein fester Bestandteil der CI-Voruntersuchung ist eine hochauflösende Computertomografie (CT) des Felsenbeins. In den letzten Jahren wurde im Rahmen von mehreren Studien der Nutzen einer zusätzlich durchgeführten Magnetresonanztomografie untersucht.  

Eine Hörstörung von relevantem Ausmaß kommt beim Neugeborenen im Verhältnis 1:1.000 vor. Dabei handelt es sich vorwiegend um cochleär bedingte Hörstörungen. Mit der Etablierung des Neugeborenen-Hörscreenings können Kinder mit einer Hörstörung bereits in der ersten Lebenswoche identifiziert werden. Somit kann eine adäquate Therapie bereits in sehr jungem Lebensalter, z.B. Hörgerät oder Cochlea-Implantat (CI) erfolgen. Grundlage dafür muss aber eine sehr sorgfältige audiologische und radiologische Voruntersuchung sein und eine pädagogische Einschätzung des Entwicklungsstandes des Patienten. Zunehmend gewinnt dabei auch die Dünnschicht-MRT neben der CT an Bedeutung.

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Kerstin Willenborg
Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

 

 

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