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Individuelle Anpassungen der Sprachprozessoren bei Klein- und Kleinstkindern Die individuellen Anpassungen der Sprachprozessoren (SP) bei Klein- und Kleinstkindern stellen besondere Anforderungen an die zu fordernde langjährige Erfahrung, das Einfühlungsvermögen und auch die Konzentration aller hieran beteiligten technischen und therapeutischen Kräfte. Unzweifelhaft hat die Cochlea-Implantat-Technologie in den vergangenen deutlich mehr als zwanzig Jahren beträchtliche Fortschritte hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Implantate selbst als auch der Leistungsfähigkeit der Sprachverarbeitungsstrategien sowie der Formfaktoren aller Systembestandteile aufzuweisen. Dennoch kann aber die Bedeutung der Beziehung zwischen den Kindern einerseits und den technischen und therapeutischen Mitarbeitern andererseits kaum hoch genug herausgestellt werden. Die Reaktionen der Kinder auf die Elektrostimulationen können außerordentlich vielfältig sein. Es finden sich ein Innehalten, ein Aufschauen, ein Zuwenden zur Bezugsperson und anderes mehr. Auf jeden Fall gilt es zu vermeiden, dass die Anpassung als etwas Unangenehmes erlebt wird. Sämtliche aktuellen Implantatmodelle bieten inzwischen deutlich erweiterte messtechnische Möglichkeiten wie die Messungen der Elektrodenimpedanzen als auch die Ableitungen der Hörnervenantworten auf die Elektrostimulation. Diese Messwerte dienen der Orientierung für die zu erarbeitenden Sprachprozessorprogramme, können aber das Auffinden wirklich angenehmer Behaglichkeitsgrenzen ‘von Hand’ keinesfalls ersetzen. (...)
Volker Meyer
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