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Schwerhörigkeit verändert das Leben! Und das total. Man mag es sich nicht eingestehen und schiebt am Anfang das schlechte Hören gerne auf schlechtes Sprechen der anderen. Mit zunehmender Schwerhörigkeit kann man das nicht mehr. Man muss sich ihr stellen und versuchen, sie zu akzeptieren. Keine leichte Übung, denn man fühlt sich immer ausgegrenzt, wie unter einer Käseglocke. Gut hörende Menschen sprechen immer weiter wie gewohnt. Wer nicht versteht, der wagt anfangs auch nicht nachzufragen, er rätselt sich durch jede Unterhaltung und nimmt Vieles falsch verstanden mit nach Hause. Manches Missverständnis ist ja ganz lustig, aber oft ist es auch sehr unangenehm. Und mit jedem peinlichen Missverständnis wagt man es immer weniger, sich an einer Unterhaltung zu beteiligen. Der Schwerhörige zieht sich immer weiter in sein Schneckenhaus zurück, es kommt dann sehr leicht zur Vereinsamung. Psychische Probleme können auftreten. Misstrauen ist eine weitere Begleiterscheinung. Wer dies nicht weiß und nicht beachtet, glaubt tatsächlich, die anderen sprechen über ihn. Wieder ein Grund, sich weiter ins Schneckenhaus zurückzuziehen. (...)
Lisa Plümer
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