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Strategische Therapieentwicklung bei hörgeschädigten Kindern Die Einführung des Neugeborenen-Hörscreenings (NHS) zum 1. Januar 2009 sowie die Möglichkeiten der modernen Hörsysteme und deren positiver Einfluss auf die Bildungschancen unserer Kinder hat die Versorgung kindlicher Hörstörungen noch anspruchsvoller gemacht. Anstoß jeder Diagnostik ist entweder der Befund aus dem NHS oder der Verdacht der Eltern. Letzterer ist führend bei der Aufdeckung von wechselnd auftretenden kindlichen Mittelohrschwerhörigkeiten. Diese stellen sich nicht nur in Form von schmerzhaften Mittelohrentzündungen dar. Auch schmerzfreie, aber auch mit einer Hörminderung einhergehende Mittelohrbelüftungsstörungen haben einen negativen Einfluss auf die kindliche Entwicklung. Derlei Belüftungsstörungen beruhen meist auf einer unterschiedlich ausgeprägten Kombination aus zu großen Nasenrachenmandeln/Adenoide (fälschlicherweise als Polypen bezeichnet), einem relativen engen Nasenrachen und damit durch das Volumen der Adenoide verlegten Eingänge zu den Mittelohrtrompeten (Eustachischen Röhren) oder einer ungünstigen Funktionalität der muskulär ‛betriebenen’ Mittelohrtrompeten. Eine solche Hörminderung ist gut behandelbar, dennoch verfolgen wir eine engmaschige Führung der Kinder und deren Eltern. (...) Prof. Dr. Anke
Lesinski-Schiedat
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