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Zentral-auditive Diskriminationsdefizite bei Kindern mit Verdacht auf Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) Einleitung und Hintergrund In der klinischen Audiologie gewinnt in den letzten Jahren das Syndrom der Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) bei Kindern zunehmend an Bedeutung. Kinder mit AVWS haben typischerweise Verständnisschwierigkeiten in ungünstigen Hörsituationen, z.B. bei von Hintergrundgeräuschen überlagerter Sprache, und sie haben Schwierigkeiten, sprachliche Instruktionen schnell aufzunehmen und zu verstehen. Trotz gegebener klarer Definition des AVWS-Syndroms mangelt es an adäquaten Tests, um spezifische zentral-auditive Leistungsminderungen bei Kindern gezielt zu untersuchen. Zwar gibt es eine Vielzahl von Untersuchungsverfahren, aber diese evaluieren nur einige wenige Aspekte auditiver Verarbeitung und sie basieren meist auf der Nutzung von Sprachmaterial, was unbeeinträchtigte Sprachleistungen voraussetzt. Das auditive Sprachsystem ist jedoch ein dem Hörsystem nachgeordnetes eigenes System. Das Sprachverständnis ist somit vom auditiven Eingang abhängig, jedoch müssen Defizite beim Testen mit Sprachmaterial nicht zwangsläufig auf Störungen dieses auditiven Eingangs hinweisen. Entsprechende Leistungsminderungen können auch gegeben sein, wenn das zentrale Hörsystem völlig intakt ist, aber eine Störung des Sprachsystems vorliegt. (...)
Dr. Alexandra
Ludwig – 1) und 3)
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