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Schwerhörigkeit – wie gehe ich mit mir und meiner Umwelt um?
Schritt 1:
Transparenz und Offenheit in Bezug auf das Handicap mir selbst und anderen
gegenüber
Entgegen anderslautender männlicher Urüberzeugungen sind Menschen beiderlei
Geschlechts in vermutlich ähnlichem Maß eitel oder – um es nicht so negativ zu
formulieren – versuchen, sich in der Öffentlichkeit in ein günstiges Licht zu
rücken. Vor diesem Hintergrund habe ich für diesen Artikel ein persönliches Foto
gewählt, welches gewisse ins Ungleichgewicht geratene Proportionen unterhalb des
Oberkörpers ausblendet. Die Frage, ob man sich mit oder ohne Brille ablichten
lässt, tritt an dieser Stelle eher in den Hintergrund, mag aber bei
Image-Kampagnen für Politiker, Showstars und Sternchen eine wichtige Rolle
spielen. Vermutlich vor dem gleichen Hintergrund reagieren viele Schwerhörige
auf den Rat ihres HNO-Arztes zur Hörgeräte-Versorgung häufig mit dem Satz:
„Wenn’s denn sein muss, okay, aber, Herr Doktor, sehen darf man das Hörgerät
nicht.“ Genau mit diesem Leitsatz beginnt aber das Dilemma:
Wenn ich als Hörbehinderter versuche, meine Kommunikationsbehinderung so gut wie
möglich zu verstecken, dann gebe ich meiner Umwelt keine Möglichkeit, dieses
Handicap im Kontakt mit mir zu berücksichtigen und adäquat darauf zu reagieren.
Wenn ich so wenig zu meiner Behinderung stehen kann, wie soll mein Partner,
meine Familie, mein Freund oder Arbeitskollege dann die Auswirkungen verstehen
und die Folgen einordnen können?
(...)
Dr. Volker Kratzsch, MBA
Ärztlicher Direktor und Chefarzt der
Abteilung Hörbehinderung,
Tinnitus und Schwindel-Erkrankungen
HELIOS Klinik Am Stiftsberg
Sebastian-Kneipp-Allee 3/4
87730 Bad Grönenbach
Den vollständigen Text übermitteln wir Ihnen auf Anfrage! Die Redaktion
Schnecke
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