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Kommunikation – Schwerhörigkeit (be)trifft auch den Partner
Im sozialen Miteinander spielen Gespräche eine ganz
wesentliche Rolle. Menschen, die unter einem Hörverlust leiden, können nur noch
erschwert an alltäglicher Konversation teilnehmen und erfahren dadurch z.T.
erhebliche negative psychosoziale Auswirkungen.
An einem Gespräch sind ja mindestens zwei Partner beteiligt. Ausgetauscht werden
dabei auch nicht nur Sachinformationen, sondern unter anderem auch Informationen
zum ‘Klima’ des Gespräches und der Gesprächsumgebung, zur Lenkung des
Kommunikationspartners und zur Offenbarung der eigenen Befindlichkeit. So kann
z.B. der Satz „Du hast den Brief ja nicht geschrieben“ nicht nur die
Feststellung beinhalten, dass eben der Brief noch nicht geschrieben ist, sondern
auch den mehr oder weniger deutlichen Hinweis enthalten, dass derjenige, der den
Satz sagt, verärgert ist. Diese mehrfachen Kommunikationsebenen werden durch die
geäußerten Worte an sich, aber auch durch Wort- und Satzmelodie, Akzentsetzung
usw. ‘verschlüsselt’.
(...)
Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Ptok
Medizinische Hochschule Hannover
Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
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