Vom Glück der Hörnervenzellen
Mit Wachstumsfaktoren die Zellen so stimulieren, dass sie gezielt wachsen

Seit fast 30 Jahren gibt es Cochlea-Implantate (CI). Die Technik hat große Fortschritte gemacht in dieser Zeit. Gesprochenes ist mit einem CI gut verständlich. Anders Musik. Um diese wirklich genießen zu können, genügt die aktuelle Technik leider nicht. Verschiedene Ansätze in der Forschung suchen nach einer Lösung hierfür. Zum Beispiel NANOCI1) – ein von der Europäischen Union gefördertes, interdisziplinäres Projekt mit Schweizer Wurzeln. Es verbindet Wissen aus der Nanotechnologie und der Stammzellenforschung. Priv.-Doz. Dr. Pascal Senn von der Universität Bern koordiniert es.

Pascal Senn redet gern in Bildern. Zum Glück, denn wer in Bildern redet, der erzählt Geschichten und die bleiben erwiesenermaßen sehr gut in Erinnerung, weil das Gehirn so leichter Verknüpfungen bilden kann. Ein bisschen fühlt man sich an die Geschichte von Hermann Hesse „Ein Mensch mit Namen Ziegler" erinnert, wenn Senn über Affen im Zoo redet, die glücklich sind, wenn sie aus dem Gehege ihre Hand nach Popcorn ausstrecken können, das ihnen der Besucher in selbige legt. Als ob wir Menschen wüssten, was so ein Affe im Zoo wirklich denkt! Um im Bild von Pascal Senn zu bleiben, sind die Affen die Hörnervenzellen, das Popcorn die Wachstumsfaktoren, nach denen sich die Zellen ausstrecken. Die Speisung erfolgt nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern durch „persönliche Zuwendung". Was am Ende sowohl die Affen, respektive die Hörnervenzellen, glücklich macht.

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Ute Mai

 

 

Ausgabe: Schnecke 84, Seite 42

 

 

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